Nachdem der internationale Radsportverband UCI am Mittwoch bekannt gegeben hatte, dass es eine auffällige Dopingprobe während der diesjährigen Tour de France gegeben habe, wurde bekannt, dass die positive A-Probe dem Tourgesamtsieger Floyd Landis gehört. Es hatte im Laufe des Tages schon Spekulationen gegeben, dass Landis der positiv getestete Fahrer sei, da er überraschend alle Teilnahmen an Rennen abgesagt hatte, obwohl er sich in guter Verfassung befand, was er noch am Dienstag mit einem Sieg in den Niederlanden bewies.
 
Landis hatte auf der 16. Etappe der Tour de France mehr als acht Minuten auf seine Gegner verloren und hatte eigentlich keine Chancen mehr auf das Gelbe Trikot, als er auf der 17. Etappe eine beeindruckende Alleinfahrt durch die Alpen zeigte und seinen Rückstand fast komplett kompensieren konnte und somit den Grundstein zum Tour-de-France-Sieg legte. Jedoch wurde in seiner Dopingprobe nach der 17. Etappe ein erhöhter Testosteron/Epitestosteron-Wert nachgewiesen. Landis droht, sollte auch die B-Probe positiv sein, die Aberkennung des Gesamtsiegs und eine zweijährige Sperre. Er wurde von seinem Team bis auf Weiteres suspendiert.
John Lelangue, Manager des Team Phonak, sagte in einem Interview, dass er von dem Ergebnis überrascht gewesen sei. Er werde aber hinter Landis stehen, solange die B-Probe und alle nötigen Untersuchungen ihn nicht als Dopingsünder überführten. Ansonsten erhalte Landis umgehend die Kündigung.
In einer ersten Stellungnahme bestritt Floyd Landis, dass er gedopt habe. Er habe dennoch keine Illusionen über die B-Probe. In einem Interview mit SI.com erklärte Landis, dass er seit einem Jahr Probleme mit der Schilddrüse habe und bei einer positiven B-Probe mit Hilfe des spanischen Arztes Luis Hernandez beweisen wolle, dass der hohe Testosteron-Wert natürliche Ursachen habe.